PARK DES KRANKENHAUSES IN STRENČI UND AUDIOFÜHRUNG

Das psychoneurologische Krankenhaus Strenči ist ein einzigartiger kulturhistorischer Ort mit einem seltenen Architekturensemble. Das Krankenhaus ist in einem historischen Gebäudekomplex mit Park untergebracht, die die Entwicklung der Medizin, Architektur und Gesellschaft der Region widerspiegeln. Das Direktorenhaus des Krankenhauses ist ein Architekturdenkmal von nationaler Bedeutung. Dieser wenig bekannte, oft gebrandmarkte Ort wahrt wichtige Geschichte über die Wechselwirkung von Kultur und Gesundheitsversorgung in Livland. Das Gelände lockt mit seinem malerischen Park, dem Wasserturm, einer der einmaligsten ingenieurtechnischen Bauten in Nordlivland, und der eklektischen Architektur der Gebäude.

Einen Spaziergang durch den Krankenhauspark kann man sehr gut mit der Erforschung des Ortes mittels 10 Audioguide-Berichten über die Architektur der Krankenhausgebäude, die Geschichte des Ortes, seine künstlerische Äußerungen, Landschaft, sowie die Entwicklung und heutige Bedeutung der psychischen Gesundheitsversorgung bereichern.

Dieser Ort wurde einst für den Bau eines modernen Krankenhauses (nach Entscheidung des Livländischen Landtags von 1899) sorgfältig ausgewählt. Das Grundstück wählte man nah an der damaligen Eisenbahnstation Stackeln (Route Rīga – Pskow). Eine gute Verbindung, die nah gelegene Bahnstation und Straße nach Tartu sowie der anliegende saubere Wald stellten gute Ausgangsbedingungen dar. Die Projektpläne wurden vom Architekten August Reinberg und dem Arzt Dr. Albert Behr 1901 vorgelegt. 1903 wurden beide nach Österreich bestellt, damit sie dort die zeitgenössischen Tendenzen der Branche kennenlernen.

Das Krankenhaus wurde 1907 eröffnet und entsprach den modernsten Anforderungen in Europa. Es wurde Irren-Anstalt in Stackeln genannt.

Die zum Krankenhauskomplex gehörigen Gebäude erhielten die Namen der ersten Kranken, z. B., Anna-, August-, Maria-, Osvald-Haus. Später ergänzte man den Komplex durch zwei weitere Gebäude, das Neue Haus und das Reinberg-Haus, welches von der Witwe des Architekten August Reinberg finanziert wurde.

Bereits in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts war rings um das Krankenhaus ein Dorf entstanden, dem 1937 unter dem Namen Strenči der Stadtstatus verliehen wurde.

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Valkas iela 11, Strenči
GPS 57.627238, 25.701846
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